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Das Schulsystem in Kanada

  • Das kanadische Schulsystem ist bekannt für sein hohes anspruchsvolles Bildungsniveau. Jede Provinz hat ihr eigenes Schulsystem, vergleichbar mit unserem Schulsystem, das ebenfalls Ländersache ist. Nach der Kindergartenzeit und dem Besuch einer ‘Elementary School’, einer Grundschule, folgen die vier- oder fünfjährige ‚Middle ‚School‘ und die drei- oder vierjährige ‘Secondary High School’ an.
  • Mehr als 90 % aller Schüler besuchen die sogenannte ’Public High School‘, die öffentliche Schule. Die übrigen Schüler besuchen ‘Private Day Schools’ oder ‚Boarding Schools‘, private Tagesschulen oder Internate. Auch haben Eltern die Möglichkeit, sich für ‘home-schooling’ zu    )entscheiden. Hier lernt der Jugendliche zu Hause mit den Eltern oder ist per Internet und Computer mit einem Lehrer verbunden.
  • High Schools bieten eine große Vielfalt von Kursen, Programmen und Aktivitäten.
  • Alle High Schools‘ sind Ganztagsschulen und in ihrem Aufbau gleich strukturiert.
  • Die Schule in Kanada hat ein universelles Bildungssystem. Die Richtlinien werden einheitlich vom Erziehungsministerium der einzelnen Provinzen bestimmt. Die Schulen können lediglich über die eingesetzten Schulbücher und andere Unterrichtsmaterialien aus einer vorgegebenen Auswahlliste entscheiden.
  • Nach 12 Schuljahren endet die Schulzeit mit der ‘Graduation‘, der Bestätigung für einen erfolgreichen Abschluss der High School. Dafür durchlaufen die Schüler in den letzten Klassen ein spezielles ,Graduation‘-Programm. Je nach erlangter Qualifikation entspricht der HighSchool-Abschluss entweder dem Hauptschulabschluss, dem Abschluss nach Klasse 10 oder dem Abitur. Ein qualifizierter Abschluss, der durch ein provinzweites Standardexamen erlangt wird, ermöglicht die Bewerbung zum Studium an einem College oder einer Universität in Kanada.
  • Einige Schulen bieten ,Advanced Placement’ Kurse (AP) und das ,International Baccalaureate’ Programm (IB) an.
  • Kanada hat zwei offizielle Amtssprachen: Englisch und Französisch. Die jeweils nicht gesprochene Sprache wird an jeder Schule als 1. Fremdsprache angeboten.
  • ‚French Immersion‘: Eltern können für Ihre Kinder einen französischsprachigen Kindergarten wählen. Daran schließt sich die französischsprachige ‚Elementary und Middle School‘ an. Hier ist die ausschließliche Unterrichtssprache Französisch. Nach Abschluss der ‚Middle School‘ besuchen alle Jugendliche eine ‚Secondary High School‘. Hier ist die Unterrichtssprache Englisch. Für Jugendliche, die bis zu diesem Zeitpunkt Französisch als Unterrichtssprache hatten, gibt es an den Secondary High Schools das sogenannte ‚French Immersion‘. Vergleichbar mit ‚bilingualem Unterricht‘ werden ausgewählte Fächer in Französisch unterrichtet.
  • Das Schuljahr dauert von September bis Juni und hat zwei Schulhalbjahre von je fünf Monaten – September bis Januar und Februar bis Juni.
  • An der Mehrzahl der Schulen wird im sogenannten ,Semester-System‘ unterrichtet. Die Schüler haben auf das ganze Schuljahr verteilt Unterricht in 8 Wissensbereichen – Ausnahme 10 Fächer in Saskatoon. Dazu wählt der Schüler pro Semester Fächer aus den Hauptbereichen: Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften sowie Fächer aus dem vielfältigen Wahlbereich, den ‚Electives’. In anderen Schulen wird nach dem sogenannten ‚Linear-System‘ unterrichtet. Hier wählt der Schüler bereits zu Beginn 8 Fächer, die dann während des ganzen Jahres unterrichtet werden.
  • Ergänzend zum Unterricht werden in der Mittagspause sogenannte ‚intra murals‘ angeboten – wie z.,B. leadership group, Sport, Strick-Club….. Nach dem Unterricht geht es am Nachmittag weiter mit den sogenannten ‚extra-curricular subjects‘ – wie z.B. Bands, Leadership-Club, Chess-Club, Drama, Musical Theatre, Surfing, Yoga, Climbing Wall, Sailing Club, Anime Club, Speech and Debate Club, Environmental Club….
       
    Die internationalen Schüler werden darin bestärkt, an den ‚extracurricular activities‘, den außerschulischen Aktivitäten sowie den zahlreichen Clubs und Sport-Teams teilzunehmen. Auf diese Weise ziehen sie den größten Nutzen aus ihrer High School Zeit. Denn durch die Teilnahme gerade auch an diesen Aktivitäten knüpfen sie nicht nur neue Kontakte und lernen andere Jugendliche kennen. Sie erschließen sich dadurch auch die Möglichkeit, ihre individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln oder ihre Talente in neuen Bereichen zu entdecken.
       
    Die Teilnahme an diesen außerschulischen Angeboten hilft auch dabei, ihr Selbstvertrauen zu stärken, indem sie Umgang mit anderen Jugendlichen haben und Freunde finden mit ähnlichen Interessen. Diese Erfahrung ist besonders wichtig für internationale Schüler, da sie durch den Umgang mit den neu kennen gelernten kanadischen Gleichaltrigen auch gleichzeitig auch alle Aspekte der kanadischen Kultur erfahren und leben.